Angasen für jedermann – Freies Fahren in Groß Dölln

Ende April 2012 hatten wir ja bekanntlich bestes Motorradwetter – also rauf aufs Motorrad und losgedüst. Da man ja höchst ungern ziellos unterwegs ist bot sich das erste freie Fahren auf dem Track 3 des nun Auto Motor und Sport Driving Center Groß Dölln an.

Groß Dölln? Kennt ihr nicht? Das Areal liegt in der Uckermark in der schönen Schorfheide und bietet eine 4,2 km lange Strecke  die als durchaus anspruchsvoll bezeichnet werden kann. Dazu sind die Preise human (halbtags 75 €). Wie leider überall üblich mussten auch hier zur Saison 2012 aufgrund einiger engstirniger Ferienhausbesitzer starke Lärmbeschränkungen vorgenommen werden, achtet also beim Besuch darauf das Euer Moped die im Schein eingetragene Lautstärke nicht überschreitet.

Wie nach einem Atomkrieg – Zufahrt zur Strecke

Wer die Anlage kennt weiß um die Zufahrt die über eine schier endlose Birkenallee mit alten Gebäuden russischer Bauart – dies hatte immer einen besonderen Charme, ob positiv oder negativ obliegt jedem selbst, aber es hatte Charme. Davon ist einfach gar nichts übrig geblieben, Bäume und Gebäude sind weg, dafür wird ein Solarpark gigantischen Ausmaßes gebaut – dies bleibt hier mal ohne Wertung, mir geht es ums Motorrad fahren.

Immer wieder mein persönliches Highlight – der Blick ins Fahrerlager

Einfach nur an der Strecke stehen und Motorrädern hinterhergucken fand ich schon immer etwas langweilig, besonders wenn es sich wie hier in Groß Dölln um ein freies Fahren ohne Zeitmessung handelt. Viel interessanter finde ich auch hier wieder den Pulk der sich zur Rennstrecke begibt. Vom alten VW Golf mit Uralt Anhänger und einmal nichts an Beirat bis zum perfekten Renntransporter nebst eigener Mini Werkstatt und Ersatzteillager – viel sehenswertes und noch mehr skurilles gibt es in einem Fahrerlager zu sehen. Die Anregungen für den eigenen Transporter gibt es gratis dazu.

3 Klassengesellschaft

Gefahren wird auf dem Rundkurs der durch seine vielen Kurven mit Überhöhungen und Senken hohes fahrerisches Können erfordert in 3 Gruppen im 20 Minuten Takt – die Einschätzung des Könnens übernimmt hierbei der Fahrer selbst. Bei Fehleinschätzung hilft der Rennarzt oder – wenn man es rechtzeitig merkt – die Anmeldung zum Renntraining :)  Für mich stand nach 2 Stunden beobachten fest – der eigene Renner muss endlich fertig werden. Ein Bericht dazu folgt, aber jetzt erstmal die Bildersammlung.

 

Ducati ST4S ABS – mein Motorrad stellt sich vor

Warum verdammt nochmal gucken die alle so komisch? Diese Frage stelle ich mir seit dieser Saison tatsächlich öfter, schließlich fahre ich seit Jahres das erste mal kein Supersport Bike sondern einen Plaste Bomber mit ABS, großem Windschild und optionalen Koffern – eine Ducati ST4S ABS des letzten Jahrgangs, gekauft aus erster Putzerhand mit vollgestempeltem Servicebuch.

Was mich dazu bewegt hat fragten meine Freunde, ob ich denn jetzt unter die Reisefraktion gehen möchte, ob ich denn neue Freunde suche, …, und so weiter und so weiter. So begann ich mich mit der Sache zu beschäftigen und stellte fest, irgendwie wollte dieses Motorrad während der ganzen Bauzeit nur recht selten jemand haben, nur warm?

Fakten

Wenn wir uns die Fakten mal anschauen ist hier sicher kein Grund dafür zu finden. Verbaut ist der Desmoquattro Motor der Ducati 996 – hier jedoch mit 115 PS und um die 100 NM Drehmoment – genug für reichlich 250 KM/H Spitze auf freien Autobahnen, Berlin Hamburg in einer Stunde. Dazu kommt ein volleinstellbares Öhlins Federbein, eine beschichtete Showa Gabel (voll einstellbar), ein Koffersystem mit verstellbaren Auspuffanlagen (mehr Schräglage bei demontierten Koffern), ein Bordcomputer mit Verbrauchsanzeige sowie ein abschaltbares ABS System. Nettigkeiten wie integriertes Bügelschloß und 12V Steckdose runden den guten Gesamteindruck natürlich ab.

 

 Fahrgefühl

An der Aussattung liegt es also nicht, vielleicht also am Fahren? Einmal vom Hauptständer gebockt (dafür stellt Ducati einen ausklappbaren Griff zur Verfügung) lassen sich die rund 240 KG erstaunlich einfach bewegen. Mein Modell wurde mittels RexXer in eigener Werkstatt optimiert und funktioniert wunderbar, kein Ruckeln, kein spucken, das Motorrad passt perfekt.

Also rauf auf die Landstraße und einen ersten “Aha” Effekt erleben. Neben standesgemäßer Beschleunigungs& Bremsleistung lassen sich auch Kurven sehr engagiert bewältigen, die Stoppuhr auf der Hausstrecke bestätigte diesen subjektiven Eindruck. Dies ist sicher ein Verdienst der sehr hochwertigen Federelemente in Verbindung mit der Mission der Ingenieure ein sportliches Motorrad tourentauglich zu machen, nicht andersherum.

Also ging die Ursachenforschung weiter, vielleicht lags ja am Komfort. nach 370 KM am Stück (Tank alle) muss ich auch hier Entwarnung geben. Der Windschutz ist bis weit über 200 km/h sehr effizient, die Dämpfung straff und die Federung so weich wie möglich ohne durchzuschlagen.

 

Stammtisch

Als einzige Kritik stelle ich bisher das etwas biedere Aussehen der ST4 fest, aber welche Argumente sprechen gegen das Motorrad – ab in die Bikerkneipe und siehe da, gefährliches Halbwissen und Imageprobleme sind wohl die Ursache für das generell vorsichtige herantreten an das Modell. “Ständig kaputt”, “musste andauernd zum Service bringen” und “die rasselnden Dinger nerven doch” (–> die ST4S hat eine Nass- anstatt Trockenkupplung) oder “Ducati baut Sportler für Organspender – Punkt” waren noch die harmlosesten Kommentare zu diesen, wie ich finde, gelungenen Motorrad.

Ausblick

Was habe ich noch vor? Nun ja zum einen möchte ich mit der ST4 viele sorgenfrei Kilometer erleben, schließlich ist sie dank SportAbs und Pirelli Angel ST Bereifung durchaus auch bei schwierigen Verhältnissen fahrbar, zum anderen möchte ich mehr und mehr auch beweisen das dieses vermeintlich träge Motorrad durchaus zu sportlicher Fahrweise taugt, vielleicht gibt es ja bald einen Bericht von der ST4 auf der Rennstrecke :)

 

 

Zu Besuch beim MX Meisterschaftslauf im Kieferngrund Templin


Wenn Staub, der Geruch von Benzin und das Dröhnen von Motoren in der Luft auf der Strecke „Im Kieferngrund“ in Templin liegen, kann das nur eines bedeuten – Time for Motocross. Am 15.04.12 war es dann wieder soweit. An diesem herrlichen frühlingshaften Sonntag lud der Gastgeber MSC Templin mit 650 Zuschauern im Gepäck zum 45. Templiner ADAC Moto-Cross, Landesmeisterschaft Berlin/Brandenburg.


Insgesamt gingen bei der Veranstaltung 129 hochmotivierter Fahrer in den Klassen 50ccm, 85ccm, MX2 (125ccm Zweitakt + 250ccm Viertakt) und Open (125ccm Zweitakt bis 650ccm Viertakt) an den Start. Die erst vor 4 Jahre umgebaute Strecke ist eingebettet von Waldpassagen, Natur und Idylle. Aber dem Fahrer wird auf dem insgesamt 1625m langen Streckenverlauf nicht nur die Naturbelassenheit der Uckermark präsentiert, sondern verlangt dem Fahrer alles an Konzentration und fahrerischem Können ab. Die 14 , zum Teil halsbrecherischen Sprünge, tiefeinsinkende Sandfurchen, aufgeweichter Untergrund und hart verlaufende Kurven machen die Strecke zu einer Herausforderung für Mensch und Maschine.

img-20120421-wa0002 Für eine Überraschung sorgte der erst 11 jährige Ben Kobbelt (53) in der 85ccm Klasse, er konnte in seinem erst 2. Rennen dieser Klasse einen achtbaren 7. Gesamtrang erzielen und lies viele ältere und erfahrene Fahrer hinter sich. Bis auf wenige Stürze und Technikausfällen blieb es für die rund 60 Helfer ein entspanntes Event. Alle Zahleninteressierte können die Ergebnisse hier genau studieren oder einfach nur die Bilder wirken lassen (@ Sven Schneider – vielen Dank für Bild & Eindrücke).

Erste Gedanken zum erforderlichen neuen Helm

Wie ich im Beitrag zu meinem alten Nolan N19R Crosshelm bereits anmerkte, ist dieser nicht mehr ganz aktuell und sollte somit ersetzt werden. Also muss ich mir Gedanken zu einem neuen Helm machen. Auch wenn ich mit dem Gedanken spiele, nach dem Führerscheinerwerb eventuell wieder eine Enduro zu fahren, kommt ein weiterer Crosshelm eher nicht in Frage. Auch komplett ausschließen möchte ich die Kategorie Jethelm, da ich ja nicht bei der California Highway Patrol Motorradpolizist bin. ;-) Bleibt die Wahl zwischen einem Integralhelm oder alternativ einem Klapphelm.

Für mich war bis dato ein Integralhelm immer der “normale” Helm, mit dem ein Großteil der Zweiradfahrer unterwegs ist. Doch die erwähnten Klapphelme, die ich früher nur von Motorradpolizisten und anderen außergewöhnlichen Motorradfahrern und Brillenträgern kannte, scheinen immer mehr Marktanteile zu gewinnen. Der angebliche Nachteil bei schnellen Fahrten auf Supersportlern wurde erst kürzlich noch in einer Diskussionsrunde von einigen Beteiligten als Ammenmärchen abgetan.

Auch nicht zu unterschätzen ist die Art des Verschlusses. Denn neben dem einrastenden System wie ich es bisher nur kannte, gibt es mittlerweile mit dem Doppel-D-Verschluss eine einfache Alternative, die gewisse Vorteile haben soll. Dafür ist die Anwendung gewöhnungsbedürftig, wie ich bei einer Anprobe fand.

Ein ebenfalls interessanter Streitpunkt ist der Preis. Hier gibt es in jedem Gespräch auch immer die unterschiedlichsten Meinungen. Die Sparfüchse sagen, ein günstiger Helm tut es auch. Natürlich bestehen auch diese irgendwelche Tests und erfüllen somit die Anforderungen. Aber das andere Lager sagt, dass man gerade beim Helm nicht auf den Preis achten sollte, da dieser ein Lebensretter sein kann.

Dann gibt es ja noch den Punkt der Ausstattung. Ein Helm ist ja nicht mehr nur eine Kunstoffschale mit Polster und Visier. Heute hat so ein Helm, je nach Hersteller und Preisklasse schon einige nützliche Gimmicks zu bieten. Die integrierte Sonnenblende ist so ein Feature, von dem ich bisher nur Gutes gehört habe. Schraubte man sich früher ein dunkles Visier an den Helm, hatte man abends mit entsprechenden Einschränkungen zu kämpfen. Heute klappt man bei Bedarf eine Blende runter und im Dunkeln wieder hoch. Ebenfalls sehr gut scheint das Pinlock-System zu sein, dass ein Beschlagen des Visiers verhindert und somit ein Problem eliminiert, dass selbst mir früher schon auf den Keks ging. Dann kann man noch ein Kommunikationssystem einbinden, dass sich heutzutage via Bluetooth mit einem Navi oder dem eigenen Handy / Smartphone verbinden lässt. Hier lässt sich über Sinn und Unsinn sicherlich streiten.

Konkret habe ich mir bisher einen X-Lite Integralhelm angesehen, den Schuberth C3 Klapphelm eines Bekannten und Nolan hat mir auf der Facebook-Fanpage zwar gesagt, dass es kein Museum gibt und somit ein Tauschgeschäft abgelehnt, dafür aber auf den neuen Nolan N104 Klapphelm hingewiesen. Hier mal das Video zum Helm.

Das scheint auf jeden Fall eine interessante Alternative zum altbewährten C3 zu sein, die ich mal ins Auge fassen werde. Nähere Informationen gibt es derzeit nur unter http://n104.it/tedesco/index.html, da die deutsche Seite noch überarbeitet wird. Ich bin gespannt, erste, im Internet kursierende Preise lassen auf eine Kampfansage in Richtung Schuberth hoffen, denn der N104 scheint etwas günstiger zu sein. Den würde ich auf jeden Fall gerne mal ausprobieren.

Was für einen Helm habt ihr?

Klassische Motorräder bei einer Oldtimer-Rallye

Eine Oldtimer-Rallye ist meist etwas für vierrädrige Gefährte. Doch viele Veranstalter haben auch eine Klasse für klassische Motorräder eingerichtet. Hier kann also einerseits auch aktiv gefahren oder einfach nur an de häufig einhergehenden Fahrzeugpräsentationen teilgenommen werden.

Bei der Teilname an einer Orientierungsfahrt des MSC Aachen vor etlichen Jahren waren daher auch eine alte Motorräder zu bestaunen, die ich natürlich fotografierte. Damals noch mit meiner ersten und leider nicht sonderlich guten Digitalkamera, weshalb die Bildqualität auch nicht so toll ist.

Wie hier im Blog schon mehrfach erwähnt, habe ich keinen Plan von den ganzen zweirädrigen Schätzchen. Daher kann ich auch kaum Aussagen dazu machen, was auf den Bildern denn nun für Maschinen zu sehen sind. Da wird sicherlich der ein oder andere Leser eher in der Materie sein und kann vielleicht in den Kommentaren hilfreiche Auskünfte geben.

Bei zukünftigen Veranstaltungen werde ich natürlich mehr darauf achten, welches Motorrad ich gerade fotografiere und insgesamt wird die Zahl der Bilder natürlich steigen. Bei der hier besuchten Veranstaltung interessierten mich die Autos halt mehr und daher gibt es nur so wenige Bilder der Moppeds.

So, nun seid ihr gefragt: Wer erkennt eines der obigen Motorräder?

Stunt Bike: Jorian Ponomareff im Video “Drift” und dem Making of

Bisher kannte ich Stunt Bike Fahrer nur aus irgendwelchen DMAX-Dokus, wo man teilweise Irre sieht, die auf öffentlichen Straßen ihre Motorrad Stunts üben. Die meisten trainieren und präsentieren ihre Tricks natürlich auf privaten Geländen und bei Veranstaltungen. Und wie ich nun auch weiß, ist das nicht nur das Hobby gelangweilter Zweiradpiloten, sondern tatsächlich eine Sportart, bei der es Regeln und Wettkämpfe gibt.


Einer dieser Stunt Biker ist Jorian Ponomareff aus Frankreich, der mit seinem seinem Video “Drift” vor einigen Tagen durch meine Timeline bei Twitter geisterte. Sehr beeindruckend, was der junge Stunt-Rider da präsentiert. Nicht ganz zu Unrecht wird er oft mit Ken Block verglichen, der das Gleiche aber mit vier Rädern macht. Aber schaut einfach mal selbst:

Fast noch interessanter als das eigentliche Video finde ich persönlich ja das Making-of, das eindrucksvoll zeigt, dass auch Jorian nur ein Mensch ist und dass es dann doch nicht ganz so einfach ist, wie es im fertig geschnittenen Video aussieht:

Großen Respekt für die Leistung, das ist Fahrzeugbeherrschung vom Feinsten. Oder was meint ihr?

Honda CBR900RR Firebade (SC28) wirft Fragen auf

Als ich so aus Langeweile den Motorradmarkt durchforstete und dabei einen recht kleinen Radius um meinen Wohnort zog, stolperte ich über eine Honda CBR900RR Fireblade der Baureihe SC28, in die ich mich aufgrund ihrer Farbgebung sofort verliebte. Laut Anzeige ein 93er Modell und somit sozusagen noch die Ur-Fireblade mit den runden Doppelscheinwerfern.

Honda CBR SC28


Das Angebot erschien mir recht günstig und auch eine Suche im weiteren Umkreis bestätigte, dass es sich um sehr günstig Angebot handelte. Natürlich nicht günstig genug für meinen Geldbeutel und ohne Motorradführerschein auch erst mal recht uninteressant. Dennoch sandte ich einem Bekannten das Angebot per Mail und auch ihm gefiel die Farbkombination.


Irgendwann klingelte das Telefon und mein Bekannter wollte wissen, ob ich mit ihm zum Verkäufer im Nachbarort fahren wolle. Meine Frage, ob er sich die Honda mal anschauen möchte, verneinte er. Seine trockene Aussage: ich war da schon, die ist schon gekauft, es geht nur noch um die Abholung. Er holte mich ab und wir fuhren zum Standort der Fireblade, die schön abgedeckt in einer Halle stand.

Der Verkäufer erzählte mir – warum auch immer – alle Dinge, die ihm zur Maschine einfielen. Dazu gehörten beispielsweise die offensichtlichen Veränderungen. So gab es natürlich einen anderen Endschalldämpfer und das Originalteil noch dazu. Außerdem sind an der SC28 wohl die Lenkerstummel des Nachfolgers verbaut, die einen günstigeren Winkel haben sollen. Die Lenkergriffe der SC28 sind wohl dafür bekannt, auch nach kürzeren Strecken für Schmerzen in den Handgelenken zu sorgen. Die originalen Lenker waren aber ebenfalls in einem Karton dabei. Ebenso wie weitere Spiegel. Die sollen zwar original sein, aber gerne brechen. Ebenfalls offensichtlich ist des LED-Rücklicht, das originale rote Pendant ist leider nicht mehr vorhanden. Genauso wenig wie die originalen Blinker. Vorne gibt es nun an der Verkleidung anliegende, hinten Miniblinker.


Schaut man recht s am Bike nach unten, erblickt man ein Ölthermometer, dass so wohl auch nicht serienmäßig ist. Dann fiel ein Fahrradtacho über dem normalen Tachometer auf. Die Erklärung war vielfältig. Einerseits sei der Tacho getauscht worden, da sich dort vorher ein Meilentacho befand, da diese CBR900RR ein japanisches Modell sei. Andererseits sei der Standardtacho während der Fahrt kaum abzulesen, der beleuchtete Fahrradtacho schon. Als letzte Veränderungen nannte der Verkäufer dann noch den polierten Rahmen und die polierten Felgen.

All diese Umbauten waren meinem Bekannten egal, ihm gefiel die Maschine einfach. Zur Lackierung hatte der Verkäufer dann auch noch eine interessante Information: es handelt sich seiner Info nach um eine  japanische Version der Fireblade, die es hier so offiziell nicht gab und von der es in Deutschland neben dieser hier nur eine weitere Fireblade in dieser Farbkombination geben soll. Da wir keine Ahnung hatten, waren wir natürlich entsprechend beeindruckt.


Der Verkäufer startete die Maschine, die nicht auf Anhieb rund laufen wollte. Sie hatte sich wohl verschluckt. Doch irgendwann hatte sich der mit Vergasern bestückte Vierzylinder dann  doch noch durchgerungen einen runden Lauf hinzubekommen. Und so rollten wir davon. Mein Bekannter ist begeistert, die Fireblade geht wie die Sau und das in jeder Lebenslage. Die in der offenen Version anliegenden 128 Pferde sorgen für ordentlichen Vorschau in fast jedem Drehzahlbereich.


Einige Fahrten konnte mein Bekannter noch unternehmen, doch jetzt ist es hier in der Nordeifel empfindlich kalt und das tatsächlich schon eingesetzte Streusalz auf der Straße lädt nicht wirklich zum fahren ein.  Dafür schauen wir jetzt bei ebay und Co. nach originalen Blinken und einem Rücklicht, da mein Bekannter am liebsten den Originalzustand wiederherstellen möchte.


Und ich versuchte mich in Sachen Recherche, denn ich hätte zu gerne gewusst, ob die Geschichte mit der japanischen Version stimmt. Also begab ich mich auf die Suche nach einem zweiten Motorrad in dieser Optik. Doch bisher leider ohne Erfolg. Hier gab es nur zwei Farben, die mit denen dieser Maschine nicht übereinstimmen. Und auch die weltweite Bildersuche bei google förderte keine zweite Sc28 dieser Art zu Tage. Interessant ist allerdings, dass diese Art des Dekors mit den zwei großen nebeneinander stehenden Rs erst bei der SC33 aus den Jahren 1998 und 1999 zum Einsatz kam, dann aber auch nicht in diesen Farben.


Bisher konnte uns niemand helfen. Vielleicht kann hier einer der Leser Auskunft geben. Leider scheint es auf der japanischen bzw. globalen Seite von Honda auch keine bebilderte Historie zu geben, was natürlich sehr hilfreich wäre. DIE Fireblade-Internetseite schlechthin umfasst meines Wissens nach auch nur die europäischen Modelle, zumindest wurde ich auch dort nicht fündig.


Es wäre schön, wenn einer der Leser hierzu Informationen hat, die er hier in die Kommentare schreiben könnte. Wir sind für jeden Hinweis dankbar.

Triumph mit Frosch

Auf der Essen Motor Show 2011, über die ich in diesem Beitrag schon ein wenig geschrieben hatte, sah ich unter anderem auch diese Triumph im Renntrim:

Motorradblogger findet den Frosch

Zur Maschine an sich kann ich nicht viel sagen, da ich einfach noch zu wenig Ahnung von der Materie habe. Aber zwei Dinge fielen mir auf. Einerseits war der Montageständer andersrum am Hinterrad angesetzt und lag somit unter der Maschine, was man so im normalen Gebrauch sicherlich auch nicht oft sieht. Auf einer Messe sicherlich machbar, damit keiner hinter dem Motorrad darüber stolpern kann.

Andererseits fiel mir der Frosch auf. Ob dieser nur dekorative Zwecke erfüllte oder zur nach sanftem Druck quietschenden Fraktion zählte, kann ich auch nicht sagen. Wobei das auf der Rennstrecke auch kaum Eindruck machen würde. ;-)

Bei bikeschein.de angemeldet zum Bögen machen und Prüfung simulieren

Wenn man einen Führerschein macht, kauft man normalerweise die in der Fahrschule angebotenen Unterlagen, sprich das Lehrbuch / die Lehrbücher (je nach Klasse(n), die man macht) und die dazu passenden Bögen. Wenn man jemand im Bekanntenkreis hat, der erst vor Kurzem einen Führerschein gemacht hat, dann lässt sich bei der Übernahme dessen Unterlagen etwas sparen. Vorausgesetzt, die Unterlagen sind nicht zu alt, denn es gibt da wohl ständig Änderungen und Erweiterungen.

Eine weitere tolle Möglichkeit, Geld zu sparen – schließlich ist ein Motorradführerschein teuer genug – und dennoch zu üben, habe ich in einem anderen Blog gelesen. Dort empfahl ein ehemaliger Fahrschüler die Seite bikeschein.de – ein von Honda gestartetes Projekt.  Hier findet man allerhand Informationen zum Motorradfahren, den unterschiedlichen Motorradtypen, Bekleidung und natürlich die Übungsmöglichkeiten zum Motorradführerschein.

In einer Challenge kann man spielerisch üben, man fährt mit einem Motorrad über einen Parcour und beantwortet Fragen. Dabei gilt es, das Motorrad auf der Strecke zu halten, bei Rot zu stoppen, etc. Dann kann man auch einfach nur Bögen machen. Dazu wird man zu einem Lernsystem weitergeleitet, dass immer die brandaktuellen Fragen enthält, kann wählen, welchen Schein man macht und bekommt die entsprechenden Bögen geliefert, kann schwierige Fragen markieren, um diese später noch einmal zu üben. Außerdem kann man eine Prüfung simulieren, die genauso funktionieren und aussehen soll, wie die Prüfung beim TÜV.

Natürlich muss man sich dafür registrieren und eventuell auch mit Werbung aus dem Hause Honda rechnen. Dafür ist das Ganze aber auch kostenlos. Wenn ich es richtig gesehen habe, allerdings auch zeitlich limitiert, also besser nicht wie ich schon zu früh registrieren. Ich kann jetzt wohl rund einen Monat lang auf das System zugreifen. Ach ja, den Popup-Blocker solltet ihr für die Seite deaktivieren, da sich der Hauptteil, warum auch immer, in einem Popup öffnet.

Motorräder auf der Essen Motor Show 2011 – Bilder und Informationen

Bisher hatte ich die Essen Motor Show immer nur als Veranstaltung für den automobilen Tuningfreund in Erinnerung. Doch dieses Jahr sollte es – meiner Information nach erstmalig – auch eine Halle nur für Motorräder geben. Also machte ich mich auf zur Essen Motor Show 2001.

Der Presse- und Fachbesuchertag hat den Vorteil, dass man relativ ungestört rumlaufen und auch entsprechend gut Bilder machen kann, ohne das einem ständig Leute durchs Bild latschen. Ich hatte mich im Vorfeld schon informiert und herausgefunden, dass Halle 4 die für den Zweiradfreund ist. Auf dem Plan augenscheinlich eine der kleinsten Hallen, aber besser wie nix.

Hier gab es dann tatsächlich verschiedenste Motorräder aus diversen Kategorien vom Chopper bis zum Supersportler zu sehen und natürlich auch ganz viele Custombikes, denn wenn man Serienmaschinen sehen will, kann man ja auch zum örtlichen Händler eiern. Wobei ich entsetzt war, wie wenig Motorradhersteller dann letztendlich vor Ort waren. Auch große Zubehörfirmen machten sich fast alle rar.

Außer in Halle 4 waren übrigens noch an verschiedenen Ständen auf der gesamten Messe Motorräder verstreut, mache Firmen, die sonst eher für automobile Produkte bekannt sind, nutzen  Autos und Motorräder zur Präsentation oder Aufwertung des Stands.

Und glücklicherweise konnte ich auch in Halle 7, der Motorsportarena, gerade mitverfolgen, wie ein Stuntfahrer erst mit einem Stuntbike übte (Wheelies, Stoppies, auf dem Bike stehend, freihändig im Kreis fahren, etc.) und dann mit einer Enduro mit runder Konstruktion fuhr, die einen Überschlag ermöglichte.

Ich gebe hier mit den Bildern nur mal einen kleinen ersten Eindruck und werde auf diverse Maschinen und Stände noch im Einzelnen eingehen, da dies hier sonst sicherlich den Rahmen sprengen würde. Insgesamt habe ich rund 120 Bilder gemacht, die ich nicht einfach kommentarlos hier online stellen möchte.

Wollt ihr euch vor Ort selbst ein Bild machen: die Essen Motor Show 2011 hat vom 26.11.2011 bis zum 04.12.2011 wochentags jeweils von 10 bis 18 Uhr geöffnet, an den Wochenenden sogar schon ab 9.00 Uhr. Die reguläre Eintrittskarte für Erwachsene kostet 16 Euro, das Parken 8 Euro. Alle weiteren Informationen findet ihr auf der Internetseite der Essen Motor Show.